26.3.2009 Bad Sodener Zeitung


Im Zeichen des Nilpferds: Frühjahrskonzert von MON und MONsters im Bürgerhaus Neuenhain.

MONFruehjahrskonzert09

Das Plüsch-Nilpferd auf der Bühne zeigte es deutlich an: Am 15.3.09 fand das Frühjahrskonzert des Mandolinenorchesters Neuenhain (MON) und des Jugendorchesters des Vereins, der „MONsters“, im Bürgerhaus in Neuenhain statt.

Die MONsters unter Leitung von Christa Keller begannen mit einem Querschnitt aus Musik des 20. Jahrhunderts. Mit Klassik, russischer Volksmusik, Blues und Rock war für jeden Geschmack etwas dabei. Und so gab es nach dem ersten Stück, einer „Bretonischen Suite“ von Manfred Flachskamp, bereits reichlich Applaus. Einen Sonderapplaus gab es für die jüngsten Musiker des Orchesters, Lea Wiesemann und Claudius Schmidt, die bei den schwierigsten Passagen ihre Mandolinen gegen Percussion-Instrumente austauschten. Auch Kevin Jakubowski verdiente sich einen großen Applaus nicht nur durch seine tolle Performance an der E-Gitarre, sondern auch dadurch, dass er seine Gitarre auch in ungewöhnlicher Haltung hinter dem Kopf spielte.

Der Höhepunkt des ersten Teils des Konzerts war dann der Klassiker „Stairway to Heaven“, bei dem Sascha Schulz an der E-Gitarre, Sandra Selzer an der E-Mandoline und Dominik Glienicke am Schlagzeug die MONsters kräftig unterstützen. Der Song klang so, als hätten Robert Plant und Jimmy Page ihn nicht für Led Zeppelin, sondern für die MONsters geschrieben.

Nach der Pause spielten die „Großen“, das MON, unter der Leitung von Helmut Oesterreich Musik aus dem 17., 18. und 20. Jahrhundert. Neben Stücken von H. Purcell, C. P. E. Bach und J. F. Fasch hatte Helmut Oesterreich auch moderne Stücke von australischen Komponisten ausgesucht. Es ergab sich eine sehr interessante und anspruchsvolle Mischung. Helmut Oesterreich ließ das Publikum auch an der Entstehungsgeschichte des letzten Stückes dieses Teils, „Lost in the woods“ von Marián Budos, teilhaben. Dieses Stück wurde eigens für ein Orchester von Helmut Oesterreich geschrieben und entstand nach einer Irrfahrt des Komponisten.

Zum Abschluss traten die beiden Orchester gemeinsam auf. Nach dem Stück „Wave Radiance“, mit dem Helmut Oesterreich die Zuhörer in höhere Sphären versetzte, schlossen MONsters und MON den Abend mit „Misirlou“, einem Griechischen Tanz, ab, der so gut ankam, dass er als Zugabe wiederholt werden musste. Es war ein Konzert, das Spaß gemacht hat!

Mehr Informationen über das MONr und die MONsters gibt es unter www.mon1924.de


Dr. Frank Wiesemann


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