07.04.2009 Höchster Kreisblatt


Mandolinenorchester begeistert mit Klassikern und Zeitgenössischem

Fruehahrskonzert09HKB

Neuenhain. Frühlingskonzerte sind für Musikvereine stets ein beliebter Anlass, die im Winter einstudierten Werke einem neugierigen Publikum vorzuspielen. In diesem Sinne hatte auch das Mandolinenorchester Neuenhain ins Bürgerhaus eingeladen.

Den Anfang machte das Jugendorchester «MONsters» mit flotten Stücken zeitgenössischer Komponisten. Dazu gehörte unter anderem die «Bretonische Suite» von Manfred Flachskampf, «Carnival» von Joep Wanders und Kreidlers «St. James Blues» mit Kevin Jakubowski an der E-Gitarre. Ein russischer Volkstanz («Die Knaben») und «Stairway To Heaven» rundeten den Auftritt der Nachwuchstruppe unter der Leitung von Christa Keller ab.

Mit einem «Prelude» – ein lebhafter Instrumentalsatz aus «Fairy Queen» – und der «Fantazia X», beides von Henry Purcell (1659-1695), eröffnete das große Mandolinenorchester den zweiten Teil des Konzertes. Als nächste Komposition hatte Dirigent Helmut Österreich das Allegro aus der «Sonate in A» von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) einstudiert. Hier kommunizieren unüberhörbar die beiden Oberstimmen der 1. und 2. Mandoline miteinander.

Es folgte die viersätzige «Sonata d-Moll» von Johann Fasch, die durch einen klar konturierten Ausdruck besticht, den die Mandolinenspieler durchgängig fein wiedergaben.

Moderne Komponisten waren auch zu hören. Ein «Ponteio» von Victor Lazzarini beispielsweise, das Rock- und Jazzelemente verband, aber auch «Lost in the Woods» des Australiers Marian Budos.

Zum Ausklang schlossen sich beide Orchester zusammen. Titel wie «Wave Radiance» von Phil Houghton oder der griechische Tanz «Misirlou», bekannt geworden als Soundtrack zum Film «Pulp Fiction», begeisterten das Publikum.gs

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